Pädagogisches Konzept

Die Berggarten-Schule Siershahn ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen.

Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit steht die individuelle Förderung des einzelnen Kindes oder des Jugendlichen der Probleme mit dem Lernen hat. Wir holen die Schüler, die zu uns kommen, dort ab wo sie stehen, das heißt auf ihrem individuellen Wissensstand und Lernvermögen und führen sie zum bestmöglichen Ziel.

Jede Schülerin und jeder Schüler wird entsprechend ihres/seines Vorwissens und Lernstands unterrichtet. Dies ist nur möglich durch kleine Klassen mit 8 bis 15 Schülern und entsprechendes Engagement der Lehrkräfte. Wir führen nicht alle Schüler zu einem Ziel, sondern jeden einzelnen zu seinem Ziel. Dem Ziel, das er oder sie ganz individuell zu erreichen in der Lage ist.

Die meisten unserer Schüler streben den Erwerb der Berufsreife (Hauptschulabschluss) an und viele von ihnen erreichen sie auch. Dies ist zurzeit durch den Besuch eines 10. Schuljahres an den För­derschulen in Koblenz  oder Lahnstein oder durch den Besuch des BVJ an der Berufsschule in Montabaur möglich. Der Unterricht im BVJ ist eher praktisch ausgerichtet in den Be­rufsfeldern Holz, Metall, Hauswirtschaft, KFZ, Elektrik und Wirtschaft, was den Bega­bungen unserer Schüler oft entgegenkommt.

In der Oberstufe werden unseren Schülern zusammen mit den Eltern mögliche berufliche Wege nach der Schule, durch verschiedene berufsvorbereitende Maßnahmen (Praktika in den Klassen 7,8 und 9, Arbeitslehre und und den Praxistag), sowie die Kooperation mit der Agentur für Arbeit und weiteren außerschulischen Institutionen aufgezeigt.

Nicht die Frage Integration oder spezielle Beschulung, oder gar die Sorge "Was wer­den wohl die Nachbarn und Freunde sagen?" sollten bei der Wahl des geeigneten Förderortes im Vordergrund stehen, sondern die Frage, was ist für mein Kind der beste Weg, wo kann es seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten gemäß am besten gefördert werden. Integration ist nicht eine Sache die nur die Grund­schulzeit betrifft, sondern ob jemand in unsere Gesellschaft integriert ist, zeigt sich erst  im „wirklichen Leben“ nach der Schulzeit.

Wir bemühen uns in kleinen Lerngruppen, mit zum Teil ganz individueller Förderung, den Kindern wieder Freude am Lernen zu vermitteln, ihnen das Gefühl zu geben, dass sie doch etwas können um so ihre Lernmotivation zurückzugewinnen. Seit dem Schuljahr 2005/2006 sind wir eine Ganztagsschule in Angebotsform. Dies bedeutet, dass die Schüler wählen können, ob sie die Schule wie bisher nur vormittags besuchen, oder von Montag bis Donnerstag auch am Nachmittag bis gegen 15.45 Uhr.

An diesen Nachmittagen können dann nach dem gemeinsamen Mittagessen neben der Erledigung der Hausaufgaben unter Aufsicht eines Lehrers, viele interessante Angebote genutzt werden.

Ich freue mich als komm. Schulleiter auf eine weitere positive Zusammenarbeit mit Ihnen und stehe Ihnen, wie auch das gesamte Kollegium, für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Sven Gottlieb